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Willkommen zu Hause

leerstehende Wohnungen und kleine ehemalige Läden, die perfekte Wohnungen ergeben würden

Vielleicht sollte man bei der Diskussion über Leerstand auch einmal fragen:
𝐖𝐞𝐫 𝐬𝐨𝐥𝐥 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐨𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐰𝐨𝐡𝐧𝐛𝐚𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧?
Handwerker fehlen, viele wollen die entsprechenden Berufe nicht mehr erlernen und Sanierungsaufträge müssen sich für Betriebe rechnen. Kleine oder komplizierte Renovierungen konkurrieren mit lukrativeren Aufträgen von Stadt, Land, Bund oder Industrie.
Und wenn die Wohnung endlich fertig ist, muss der Eigentümer noch einen zuverlässigen Mieter finden und das Vermietungsrisiko tragen.

Leerstand ist also nicht immer Ausdruck von Gleichgültigkeit – manchmal ist er auch ein Symptom dafür, dass uns die Menschen, das Handwerk und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fehlen, um vorhandenen Wohnraum wieder nutzbar zu machen.

Wohnraummangel bedeutet nicht automatisch, dass immer neue Flächen am Stadtrand ausgewiesen werden müssen. Ein großes Potenzial liegt in der Nachverdichtung bereits genutzter Flächen.
Das wird inzwischen bei Supermärkten und Discountern teilweise vorgemacht:
Im Erdgeschoss bleibt der Markt bestehen, darüber entstehen Wohnungen. So wird dieselbe Fläche mehrfach genutzt und zusätzlicher Wohnraum geschaffen, ohne dafür neue Freiflächen versiegeln zu müssen.
Beispiele gibt es in BS schon : Netto (Madammenweg), Penny, (Siekgraben) und neu (2021) gebaut Penny (Karlstr.) mit Tiefgarage

Auch bestehende Parkplatzflächen sollten deshalb neu gedacht werden. Parkplätze etwa bei Hornbach/DM an der Fabrikstraße oder beim Globus an der Otto-von-Guericke-Straße könnten beispielsweise mit Photovoltaik überdacht werden.
Noch interessanter wäre bei geeigneten Standorten die Kombination aus Parkplatz, Photovoltaik und darüberliegendem Wohnraum.

Auch am Donauknoten bei Lidl/DM/HOL’AB! wird aus meiner Sicht vorhandenes Flächenpotenzial noch nicht vollständig genutzt. Dort könnte geprüft werden, ob zusätzliche Wohnungen entstehen können, anstatt die Fläche ausschließlich ebenerdig für Einzelhandel und Parkplätze zu nutzen.
Gleiches gilt beispielsweise für die Fläche an der REWE, Lichtenberger Str. 51. Wenn die vorhandene Fläche ohnehin bereits als Parkplatz genutzt wird, sollte geprüft werden, ob eine Überbauung mit Wohnungen möglich ist.
Die Frage sollte deshalb nicht nur lauten: „Wo können wir noch neue Baugebiete ausweisen?“ Sondern auch: „Wie können wir bereits erschlossene Flächen besser und mehrfach nutzen?“

Das wäre echte Nachverdichtung: weniger zusätzlicher Flächenverbrauch, vorhandene Infrastruktur nutzen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum schaffen.

In der Innenstadt entsteht ja bald nur noch teurer Wohnraum, weil alles online bestellt wird.
Für größere Sachen gibt es dann Abholmärkte in den Ortsrandlagen mit ausreichend Parkplätze mit PV und Lademöglichkeiten für E-Autos.

Umnutzen und neu denken – Konzepte für bezahlbares Wohnen (deutschlandfunk.de)
- Umbau von Büros zu Wohnungen

Geisterhäuser: Enteignung ist gesetzlich nicht vorgesehen
- Viele Wohnungen stehen jahrelang leer:
Geisterhäuser in deutschen Großstädten sind ein bekanntes Problem. Einige Kommunen setzen auf Treuhänder. Sie sollen Eigentümer zur Reaktivierung verwaister Wohnimmobilien zwingen.

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1. 9. 2026 19:00
Stadtbezirksratssitzung Südwest 222
Broitzem, Geitelde, Rüningen, Stiddien, Timmerlah

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